geNOTFALLT

Samstag, 30. Juni 2007

Quartalsende.

Da ja heute der letzte Tag im 2. Quartal ist, wurde es allerhöchste Zeit, die Notfallambulanz aufzusuchen, um die eigens dafür angesparten 10 Euro ausgeben zu können. Die zerfallen nämlich Punkt Mitternacht sonst in Staub.
Und weil die vom vorgestrigen Wespenstich verursachte Entzündung (siehe Foto, Stand gestern Abend)

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

heute morgen noch schlimmer geworden ist (der Fuß sah aus wie damals, als ich mit der Kleinsten im Sommer hochschwanger war und enorme Wasseransammlung hatte), gab es also Anlass genug. Es hätte mich sonst mächtig beunruhigt, wenn wir in diesem Quartal nicht wenigstens einmal dort gewesen wären. Mir wäre so kurzfristig auch sonst nix mehr eingefallen, zumal ich ja auch einkalkulieren mußte, daß Herr B. heute Mittag zu einem einwöchigen Urlaub aufbrechen wollte und ich dann das Auto nicht mehr zur Verfügung gehabt hätte.
Der Doc klatschte mir eine Kompresse mit Betaisodonna drauf und verschrieb mir ein Antibiotika. Und Schonung (Haha.). Und am Montag soll ich meine Hausärztin mal wegen Tetanusauffrischung ansprechen. Örks.
Immerhin merke ich jetzt schon wesentliche Besserung.

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Sonstiges:

Herr B. ist weg. Das bedeutet eine Woche lang:
+ steht/ liegt in Küche und Bad alles an seinem Platz
+ steht/ liegt in der Küche kein dreckiges Geschirr herum
+ keine Bücher und/oder Zeitschriften auf dem Badewannenrand
+ quer im Bett liegen können
+ keine Schuhe & Socken im Schlafzimmer
+ bloggen können was ich will
+ keine Geräusche beim Fernsehen
+ keine Rucksäcke im Esszimmer
+ keine Barthaare im Bad
+ im Bett lesen

- morgens Kaffee selber kochen
- abends die Kleinste bettfertig machen
- kein Auto (ist aber nur bei Regen ein Minus)
- Fahrräder selber reparieren
- allein vorm Rechner/ TV

Samstag, 23. Juni 2007

Purpura Schönlein-Henoch.

Oder: Wie wir um einen Notfall-Ambulanz-Besuch gebracht wurden.

Hieß es gestern Mittag bei der Hausärztin noch, es sei ein allergischer Hautausschlag, den wir mittels eines Saftes eindämmen sollten, so schwollen gegen Abend binnen kürzester Zeit die kleinen Füße rapide an und verursachten der Kleinsten große Schmerzen beim Laufen. Die sofort alamierte Ärztin machte umgehend einen Hausbesuch und empfahl uns aufgrund ihrer Ratlosigkeit, die örtliche Kinderklinik aufzusuchen, was wir natürlich sofort taten.

Es hatte sich als weise Voraussicht herausgestellt, die Tasche für eine Übernachtung gepackt zu haben, denn man behielt uns gleich dort.
Da sie zum Glück kein Fieber hatte, war die Kleinste ziemlich quietschfidel, lediglich bei der Blutabnahme gab es einen kleinen gute-Laune-Einbruch.
Blutwerte OK, Blutdruck OK, Temperatur OK - man wollte die Nacht abwarten, bevor man sich auf eine Diagnose festlegen wollte, man sei sich eh nicht sicher, was es sei - es könnte Purpura Schönlein-Henoch sein, es spräche vieles dafür, aber auch einiges dagegen, und bevor man irgendwas medikamentiert, das dann irgendwelche weiteren Untersuchungsergebnisse verfälschen könne, wolle man halt abwarten.
Wir hatten das große Glück eines Einzelzimmers und gegen 20 Uhr gab es sogar noch Abendbrot für die Kleinste.

(Schwester Petra:"Was möchtest Du denn trinken - Apfelschorle, Mineralwasser mit oder ohne Blubberblasen?"

Die Kleinste:"Das heißt nicht Blubberblasen, sondern Kohlensäure.")

Gegen 21.15 Uhr begaben wir uns zur Nachtruhe.
Leider gab es keine kleine, sanfte Lichtquelle über meinem Bett, mittels derer ich noch etwas hätte Lesen können.
Also beschloss ich, der Kleinsten noch all ihre Fragen ("Guckma, da leuchtet was Rotes durch die Jalousie!" - "Regnet es draußen?" - "Warum hat mein Bett Rollen?") zu beantworten.
Bis 24 Uhr.

Wenigstens haben die mittlerweile ihre Morgenrituale etwas angepasst und uns bis nach 8 Uhr schlafen lassen.
Mein erster Blick fiel natürlich auf die Füße, und sie waren nicht mehr geschwollen - Juchu!
Schmerzen hatte sie auch keine mehr, und die Flecken verschwanden auch.
Herr Chefarzt persönlich hat sie dann um 10 Uhr begutachtet und die Diagnose vom Vorabend, die ja eigentlich keine war, bestätigt: man sei sich nicht sicher.
Wir dürften nach Hause, sollten aber umgehend wiederkommen, wenn sich die bekannten Anzeichen wieder verschlimmern oder sie starke Bauchschmerzen bekommt.
Im Urin (der noch dringend benötigt, aber die Abgabe von der Kleinsten boykottiert wurde. Geschlagene 2 Stunden lang.) wurden dann noch ein paar erhöhte Leukos nachgewiesen, die die Kinderärztin veranlassten, der Kleinsten die nächsten 2 Tage Bettruhe zu verordnen.
Die Kleinste.
Bettruhe.
2 Tage.

Lustig.

Naja, jedenfalls sind wir seit mittags wieder hier, ihr ging es bis eben gut und ich hoffe, daß das auch so bleibt.
Trotzdem alles seltsam, das.

Freitag, 22. Juni 2007

Vorsichtsmaßnahme.

Die Kleinste wachte heute morgen mit rötlichen Flecken verschiedenster Größen am ganzen Körper auf, extreme Verfärbungen hinter dem Ohr, seit zwei Tagen diese herzförmige Blässe um Nase und Mund, die ich aber bisher der leichten Bronchitis zuschob, die sie mal wieder hat.
Ansonsten geht's ihr gut, kein Fieber und das Jucken des Ausschlags hält sich wohl in Grenzen. Im Kindergarten ist derzeit keine ansteckende Krankheit bekannt, aber nach reichlichem Googeln erhärtet sich der Verdacht auf Windpocken, zumal vor 14 Tagen jemand zu Besuch hier war, der derzeit an Gürtelrose erkrankt ist, obschon er recht wenig bis keinen Kontakt mit der Kleinsten hatte.

Da die Kleinste vorgestern an diesem Rechner gespielt hat, besteht also das Risiko, daß sich Leser meines Blogs bereits infiziert haben - um eine Blog-übergreifende Epidemie zu verhindern, verlassen Sie also bitte diesen Blog nicht, bis ich nach dem Termin beim Doc um 11 Uhr bekannt gegeben habe, um was es sich handelt.
Nachtrag, 12 Uhr:
Es sind keine Windpocken, sondern "nur" ein allergischer Ausschlag, woher auch immer er kommen mag. Und so sieht er aus:

Bein:
Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Arm:
Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Samstag, 24. März 2007

Wochenendrätsel.

Wer errät, wo meine Älteste und ich vorhin waren (kleiner Tip: heute ist Samstag!) und warum, der darf das Thema für meinen nächsten Beitrag vorgeben.

Sonntag, 11. März 2007

Tonsilitis.

Shit.
Da simst meine Älteste aus England, daß ihr Halsweh vom Nachmittag des Abfluges schlimmer geworden ist und der Verdacht auf Mandelentzündung (tonsilitis) verhärtet sich.
Wahrscheinlich ging hier ein Virus umher, denn bei mir trat gestern innerhalb weniger Stunden ebenfalls eine Mandelentzündung auf, so daß ich heute morgen mal wieder - na, wer kommt drauf? Richtig: die Notfallambulanz aufsuchen durfte und mit Antibiotika versorgt wurde. Schon nach der ersten Tablette stellt sich etwas Besserung ein. Nun liegen hier zig Pillen, die helfen, und meine Tochter ist am anderen Ende der Welt und hat Schmerzen. Blöderweise funzt der SMS-Kontakt auch nicht so, wie er sollte und ich kann nur hoffen, daß sie ihre Schüchternheit überwindet und die Gasteltern oder die mitgereisten Lehrer darauf anspricht, daß sie zum Doc muß, und zwar schleunigst!
Habe den Gasteltern eben auch nochmal eine Mail geschrieben, weil mir gestern das Wort für Mandelentzündung nicht einfiel und nur von sore throat, also Halsschmerzen geschrieben habe, von denen sie glaubten, die kämen von der trockenen Luft im Flugzeug.
Hoffentlich geht es ihr schnell wieder besser, damit sie den Aufenthalt, auf den sie sich so gefreut hat, noch genießen kann.

Montag, 25. Dezember 2006

Heilig Abend.

Wie sich das für einen Tag gehört, fängt er bereits morgens an.
So auch der gestrige.
Und zwar um 6 Uhr.
Geweckt wurde ich von der Kleinsten.
Nein, sie war nicht etwa schon so aufgeregt, sondern hatte schreckliche Schmerzen.
Nein, nicht von ihrem schweren Treppensturz am Vorabend, nach dem sie anderthalb Stunden auf meinem Bauch lag und ich kurz davor war, mit ihr in die Klinik zu fahren, obwohl mir klar war, daß das Christkind dann dorthin einen Umweg machen müsste, weil die uns dann garantiert dort behalten hätten, und sei es nur zur Beobachtung. Aber ohne daß uns das abgeschreckt hätte, haben wir uns dagegen entschieden, weil es scheinbar alles schlimmer aussah als es dann nach Abklingen ihrer Schmerzen noch war. Aber mittlerweile fehlten 2 Stunden im Ablaufplan (Geschenke einpacken, putzen, aufräumen).
Nein, sie hatte jetzt Ohrenschmerzen. "Das tut sooooooooo weh!"
Kein Nasenspray mehr im Haus, toll.
Um 9 Uhr also die Notdienstapotheke besucht, zum Glück im Nachbarort. Der Herr Apotheker empfiehlt, bei einer Mittelohrentzündung besser einen Arzt aufzusuchen, weil dann dringend Antibiotika benötigt wird, um eventuelle Hörschäden zu vermeiden.
Ratschlag dankend angenommen und mal wieder die Notfallambulanz aufgesucht, diesmal am neuen Standort. Kannten wir aber schon, waren wir doch erst vor 2 Wochen mit Herrn B. aufgrund seines schweren grippalen Infektes dort (über seine anschließende zweiwöchige Krankschreibung spare ich mir weitere Ausführungen - meine Leserinnen werden wissen, was ich meine).
Was schätzen meine Leser, wie voll es dort war? Zur Verdeutlichung: es ist der Morgen des 24.12., ca. 9.30 Uhr.
War es leer, weil alle Mütter soviel zu tun haben und all ihre kranken Kinder erstmal mit Hausmittelchen versorgen und sich denken, das wird schon wieder, in der Hoffnung, das wird schon wieder, weil sie noch Geschenke einpacken, das Bad putzen, den Baum schmücken und das Essen vorbereiten müssen?
War es voll, weil sich die Mütter dachten, lieber jetzt zum Arzt als später oder am Abend oder einem der nachfolgenden Feiertage, und die Zeit, die ich hier jetzt beim Warten verlieren, hole ich lässig wieder auf?

Keins von beidem.
Es war voll, weil alle Mütter außer mir so schlau waren, die Väter mit selbst nur an einem Hüsterchen und Schnüpfchen erkrankten Kinder dorthin zu schicken. Clever, um sich so mal 1-2 Stunden Ruhe daheim zu verschaffen. Muß ich mir unbedingt für nächstes Jahr merken.
Jedenfalls waren wir so gegen 12 Uhr wieder daheim, versorgt mit ausreichender Medizin. Zeitrückstand mittlerweile: 5 Stunden.

Über das Chaos in unserem Wäschekeller, das entsteht, wenn die Katze fast täglich auf eine Bettdecke pisst, der Trockner kaputt ist und auf den Wäscheständer im Heizungskeller immer nur eine halbe Maschine Wäsche passt, warum ich schon wieder ein verstopftes Klo reinigen mußte (bis 5 Minuten vor Beginn der KiGa-Adventsfeier und keine Zeit mehr zum Duschen) sowie warum ich dieses Weihnachten aus organsitatorischen Gründen, die nicht in meinem Einfluss standen, zum ersten Mal auf den heißgeliebten Sauerbraten meiner Mutter verzichten muß (ohne den ist Weihnachten kein Weihnachten), über den Magen-Darm-Virus, den die Kleinste vor einer Woche aus dem KiGa anschleppte und warum ich in diesem Jahr sämtliche Baumanhänger neu machen mußte, warum das vor 3 Tagen gestorbene Lieblingskaninchen in der Biotonne landete, berichte ich ein anderes Mal.
Falls ich dazu komme.
Denn momentan zeigt die Kleinste Anzeichen von Scharlach.
Gut, daß es draußen so neblig ist.
Dann sehe ich meine Grenzen noch nicht so deutlich.
Und was war da noch?

Achja: Fröhliche Weihnachten.

Montag, 6. November 2006

Notfallambulanz.

In unserer Stadt gibt es, schön zentral am Bahnhof gelegen, eine Notfallambulanz. Dort sind zu normalen Praxis-Schließzeiten (Mittwochnachmittags, Feiertage, Samstag & Sonntag) je ein Kinderarzt und ein Allgemeinmediziner anwesend. Den praktischen Nutzen dieser Einrichtung durften wir in den vergangenen 4 Jahren bereits mehrmals erfahren, denn irgendwas ist ja immer. Und solange man keine Brüche oder blutenden Wunden hat, mit denen man natürlich umgehend in eine Klinik fährt (derer haben wir schließlich 4, die psychatrische mal nicht mitgezählt), fährt man halt zum Bahnhof.
Die Notfallambulanz sieht nicht nur wie ein Großraumcontainer aus, es ist auch einer. Dementsprechend auch die Inneneinrichtung: schmale Gänge, provisorisch nur mit dem Nötigsten ausgestattete Warte- und Behandlungszimmer. Aber ich will gar nicht meckern, es erfüllt ja alles seinen Zweck.
Am Samstagmorgen haben sich die Halsschmerzen der Ältesten verschlimmert, ich tippe auf Mandelentzündung, so daß wir mal wieder die Ambulanz aufsuchen durften.
10.07 Uhr: ich löse für 1 Euro einen Parkschein bis 11.07 Uhr.
10.08 Uhr: wir betreten die Ambulanz.
10.12 Uhr: die Bedienung Arzthelferin nimmt per Versicherungskarte die Personalien der Tochter auf und kündigt an, daß wir noch ein bißchen warten müßten, es seien noch 3 Leute vor uns dran. Ist OK.
10.13 Uhr: wir nehmen im Wartezimmer Platz.
10.17 Uhr: wir verlassen das Wartezimmer wieder, weil dort ein ca. 6jähriger Junge auf unerträgliche Weise ein Kaugummi kaut schmatzt.
10.18 Uhr: wir nehmen auf den Stühlen in dem schmalen Gang vor den Behandlungszimmern Platz, ich blättere in der Bunte von vor 6 Wochen. Neben uns eine junge Mutter mit einem ca. 3jährigen Mädchen.
10.20 Uhr: ein junger Mann kommt aus dem Behandlungszimmer, eine junge Frau geht rein.
10.30 Uhr: ein Mann betritt die Ambulanz (das ist der Vorteil an den Plätzen auf dem Gang: man bekommt alles mit). In einem seiner Nasenlöcher steckt ein gedrehtes Papiertaschentuch, leicht rot eingefärbt. Er wird ins Labor gebeten.
10.40 Uhr: der diensthabende Arzt (Ha! Den hatten wir schon beim letzten Mal, der ist gut.) verabschiedet die junge Frau und geht ins Labor, wahrscheinlich um den Nasenbluter zu behandeln.
10.45 Uhr: er geht wieder ins Behandlungszimmer, in das bereits eine Frau, die schon bei unserer Ankunft im Wartezimmer saß, eingetreten ist.
10.47 Uhr: aufgrund auftretender Langeweile spekulieren die Älteste und ich über die Herkunft der verschiedenfarbigen Flecken auf der Wand, die sich uns gegenüber in ca. 30 cm Abstand befindet (man muß die Füße immer unter den Stuhl einziehen, wenn eine Arzthelferin den Gang entlang geht).
10.50 Uhr: eine Frau kommt an den Tresen und meint, sie sei gestern schon da gewesen, sie bräuchte das Wochenende über Infusionen. Sie wird direkt in einen kleinen Raum hinter der Anmeldung gebeten. Der ältere Mann, der nach ihr kam, wird direkt, ohne daß er sagen brauchte, was er hat oder benötigt, ins Labor geführt.
10.52 Uhr: das kleine Mädchen wird quengelig, die Mutter versucht es zu beruhigen und singt ein Lied mit ihr. Auf polnisch.
10.55 Uhr: die Frau von 10.45 Uhr und der Arzt kommen aus dem Zimmer, der Arzt geht ins Labor zu dem älteren Herrn.
10.59 Uhr: eine weitere Frau aus dem Wartezimmer darf zum Arzt.
11 Uhr: eine apathisch wirkende Frau betritt die Ambulanz. Die Arzthelferin sagt zu ihr:"Frau H., Sie bleiben jetzt aber hier!" Frau H. geht ins Wartezimmer.
11.03 Uhr: der Arzt verlässt das Labor und geht ins Behandlungszimmer.
11.05 Uhr der ältere Herr kommt aus dem Labor. Wir sitzen jetzt schon eine Stunde hier.
11.07 Uhr: Frau H. verlässt das Wartezimmer und nimmt auf einem Stuhl neben uns Platz. Die Arzthelferin sagt:"Frau H., gehen Sie bitte wieder ins Wartezimmer."
Frau H.:"Nee, da kriege ich Angstzustände." Komisch, der kleine Kaugummijunge ist doch längst weg? Unser Parkschein ist soeben abgelaufen.
11.10 Uhr: die Frau kommt aus dem Behandlungszimmer, die Tür schließt sich wieder.
11.19 Uhr: Frau H. fängt an, den schmalen Gang hoch und runter zu gehen. Ich tippe auf Methadon-Abholung.
11.20 Uhr: die Frau von 10.50 Uhr verlässt das Behandlungszimmer? Hä? Die ist da doch gar nicht reingegangen! Pah, da wird die einfach von hinten durch die Zwischentür da reingeschleust! Die Älteste wird auch nöckelig, aber weil ich kein polnisches Kinderlied kann, vertröste ich sie damit, daß das ja jetzt schon 3 Leute waren (die "Notfälle" im Labor mal nicht mitgezählt) und wir sicher als nächste dran sind. Scherz. Natürlich waren wir nicht als nächste dran, sondern erstmal noch die Mutter neben uns.
Mittlweile wird es an der Anmeldung richtig voll. So wie bei McDonald, kurz nachdem der ICE um 19.48 Uhr angekommen ist. Ich sage der Ältesten, sie solle sich darauf einstellen, daß es gleich laut werden könnte, wenn wir nicht als nächste dran sind. Sie:"Aber bitte nicht schreien!"
11.26 Uhr: die Mutter mit dem kleinen Mädchen verlässt das Behandlungszimmer. Der Arzt bittet Frau H. herein.
11.27 Uhr: ich stehe am Tresen. Die Arzthelferin sagt gerade zu einer jungen Frau, daß es etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde dauern könnte. Ich sage:"Oder anderthalb wie bei uns." Ich hatte ja eigentlich auf sowas wie "Oh, wir haben ganz vergessen, Ihre Karte rauszulegen" oder so getippt, das hätte man dann ja wenigstens noch unter menschlichen Fehler abbuchen können und würde auch unsere lange Wartezeit und die Bevorzugung mehrerer Patienten halbwegs erklären. Aber da sagt sie doch ganz dreist, es käme hier jeder der Reihe nach dran! Hallo?! "Nee", sage ich, "da waren noch welche dran, die nach uns kamen, die junge Frau mit der Infusion zum Beispiel"- ich werde abgewürgt:"Das sind Labornotfälle, die kommen immer zwischendurch dran." Ich merke, daß Diskutieren zwecklos ist, ich will ja auch weder den Betrieb da aufhalten noch sonst groß rumlamentieren, sondern einfach nur meinen Unmut kundtun, daß wir bereits seit anderthalb Stunden warten müssen und all den Leuten gesagt wird, es würde höchstens eine dreiviertel Stunde dauern! Und zudem sahen mir mindestens 3 der Laborpatienten (von der Tusse, die durch die Hintertür geschmuggelt wurde, mal ganz zu schweigen) nicht nach Notfällen aus, aber na gut, das liegt nicht wirklich in meinem Beurteilungsvermögen. Wir setzen uns also wieder, die Älteste legt sich quer über 2 Stühle, und - ZACK! Kommt auch schon gleich eine Arzthelferin an und säuselt:"Ist es denn so schlimm? Was hast Du denn?" "Och", sage ich, "nur fast 40° Fieber und starke Halsschmerzen."
11.32 Uhr: Frau H. verlässt das Behandlungszimmer und wir dürfen eintreten. Ist es denn zu glauben. Innert der ersten Minute wird eine Mandelentzündung diagnostiziert und Antibiotika verschrieben. Zwischendurch kommt Frau H. nochmal rein, weil sie einen ihrer Handschuhe vergessen hat. Ganze 4 Minuten hat die Untersuchung gedauert. Das nächste Mal lassen wir uns was anderes einfallen. Papiertaschentuch in die Nase drehen z.B..

Freitag, 3. November 2006

Steif.

War mein Nacken heute Nacht um 4, schmerzhaft jede Bewegung des Kopfes, des linken Arms.
"Kurz warten" hieß es dann bei der Ärztin, so wie es immer ist, wenn man nicht blutend und ohnmächtig unangemeldet kommt.
Nach fast anderthalb Stunden dann der Versuch, den Nerv mittels Chiropraktik (Notiz an mich: unbedingt mal ein einsekündiges Stoßgebet merken!) einzurenken, ergebnislos. Ebenso auch das Drücken mit ihrem vollem Körpergewicht, während ich auf der Chiropraktikerliege liege.
"Dann gebe ich Ihnen da mal ein paar Spritzen rein", sagte sie.
"Ist es lebensbedrohlich, was ich habe?", fragte ich.
"Natürlich nicht.", sagte sie.
"OK. Dann hätte ich die Spritzen gern in Tablettenform.", sagte ich.
"Mit denen dauert die Heilung aber länger.", sagt sie.
"Ist egal, ich hab' am Wochenende eh nichts vor.", sage ich.

Freitag, 24. März 2006

Arzt vs. Arzt.

Sohn hat einen eingewachsenen Zehennagel, der eine heftigste Entzündung mit sich brachte, so daß die Hausärztin bei Begutachtung der festen Überzeugung ist, daß der Zeh nur durch eine kleine OP wiederhergestellt werden kann.
Also flugs beim örtlichen Chirurgen angerufen, die Verletzung kurz erklärt und bereits da bekanntgegeben, daß operiert werden müsse - wer weiß, wofür die solche Infos gebrauchen können. Wir könnten in 5 Tagen (gestern) kommen, es würde ja eh immer erstmal vom Arzt angeschaut und für die OP gäbe es einen Extra-Termin.
Gestern dagewesen, der Doc schaut ganze 2 Sekunden drauf um festzustellen, was wir schon wußten:
"Das muß operiert werden. Ich habe aber erst wieder Ende April Termine frei, das da sollte aber auf jeden Fall eher und so schnell wie möglich gemacht werden, suchen Sie sich doch bitte in der Stadt einen anderen Chirurgen."

Warum, bitte, lassen die uns denn dann überhaupt erst antanzen, wenn ich am Telefon bereits sage, daß operiert werden müsse? Können die Dummbratzen mir da dann nicht schon sagen, daß bis Ende April nix mehr frei ist und wir besser gleich woanders hingehen?

Verdient ein Arzt eigentlich an diesen (ich schwör'!) wirklich nur 30 Sekunden "Behandlung"? Für uns bedeutete diese halbe Minute beim Doc einen Gesamtzeitaufwand von 35 Minuten! Für nichts und wieder nichts.

Daheim einen Chirurgen in der Stadt kontaktiert, wir könnten sofort kommen, was wir auch tun. Der Arzt setzt einen OP-Termin für heute, 11 Uhr, an.

Dürfte klar sein, zu welchem Doc wir künftig garantiert nicht mehr fahren werden.

Donnerstag, 26. Januar 2006

Lungenentzündung, links.

lungelinks
(Auf dem Röntgenbild natürlich rechts.)

Du

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Beton
haelt auch laenger als Holz und muss nicht dauernd...
pathologe - 2008-05-15 16:41
Wie unfassbar charmant.
Kein Wunder, dass Ihr Herz da immer wieder auf's Neue...
Louffi - 2008-05-15 16:38
@Pikas: was für'n...
@Pikas: was für'n Zusammenhang? @Timanfaya: das...
Budenzauberin - 2008-05-14 15:44
sagen wir mal: westfälisch...
sagen wir mal: westfälisch ...
timanfaya - 2008-05-14 14:44
So aus dem Zusammenhang...
So aus dem Zusammenhang gerissen wirkt das natürlich...
pikas - 2008-05-14 13:44
(Ob sie mit dem genau...
(Ob sie mit dem genau so gut auf Spielplätzen...
ker0zene - 2008-05-13 14:29
Äh, nein. Aber kennen...
Äh, nein. Aber kennen Sie Opus - Life is life?...
Zeitlos - 2008-05-11 19:37
Lassen Sie mich raten...
Lassen Sie mich raten - Sie kennen eigentlich nur Nena? (So...
Budenzauberin - 2008-05-11 08:28
Och, singen kann er eigentlich...
Och, singen kann er eigentlich ganz gut. Viel schlimmer...
Budenzauberin - 2008-05-11 08:27
Egal, was ich geschrieben...
Egal, was ich geschrieben hätte - Du hättest...
Budenzauberin - 2008-05-11 08:25
Fühle mich gerade...
Fühle mich gerade sehr jung, ob der Tatsache,...
Zeitlos - 2008-05-09 20:01
Tja, ich hätte dir...
Tja, ich hätte dir ja gerne ein neues Autoradio...
pikas - 2008-05-09 14:03
die angst ist wahrscheinlich...
die angst ist wahrscheinlich umso begründeter,...
timanfaya - 2008-05-09 13:47
Vielleicht muß...
Vielleicht muß auch einfach nur ein neuer Mann...
Budenzauberin - 2008-05-09 13:11
Die Angst ist natürlich...
Die Angst ist natürlich begründet, kennt...
Budenzauberin - 2008-05-09 13:11
Schnucki, so'n Walk-CD-Player...
Schnucki, so'n Walk-CD-Player mit Kassetten-Adapter...
Budenzauberin - 2008-05-09 13:09
Ganz klar, da muß...
Ganz klar, da muß ein neues Auto her. Heute haben...
ker0zene - 2008-05-09 11:03
ich denke, ihre wahre...
ich denke, ihre wahre angst liegt darin, dass das ding...
timanfaya - 2008-05-09 08:49
Wie undankbar! Da suche...
Wie undankbar! Da suche ich extra meinen alten Kassetten-Adapter...
pikas - 2008-05-08 14:18
Ach wie niedlich ;-)
Ach wie niedlich ;-)
jazzer - 2008-05-04 19:00

geSUCHt

 

Favoriten

Archiv

Mai 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 2 
 4 
 5 
 6 
 7 
 9 
10
11
12
13
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 1296 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2008-05-15 16:41

.

Stats by Net-Counter