geDUMMBRATZT

Freitag, 22. September 2017

Eine dumme Lehrerin.

Vor einigen Tagen echauffierte sich hier bei FB in einem öffentlich einsehbaren Beitrag auf ihrer Seite eine Lehrerin einer 5. Klasse an einer Schule in unserer Stadt über die Eltern ihrer Schüler.
Sie meint, wegen dieser Eltern(abende) würde sie am Liebsten ihren Beruf an den Nagel hängen und diese Eltern seien schuld daran, wenn sie demnächst einen (Zitat!) "Herzklappenriss" bekäme.
Und einige andere nicht schöne Aussagen.

Ja, ich weiß, daß es anstrengende Eltern gibt. Und solche, die meinen, Elternabende könnten als Privataudienzen benutzt werden. Eltern, die zu jedem Thema immer ein Beispiel mit ihrem Kind erzählen und sich dann auch nicht mal kurz fassen können.
Die, die eine Sonderbehandlung für ihr Kind wünschen.
Die, die zwar kommen, aber keinen Bock auf "Elternmitwirkung" haben, sich deshalb elend lange keiner findet, der sich zur Wahl zum/zur Klassenpflegschaftsvorsitzenden zur Verfügung stellt und sich deshalb alles in die Länge zieht.
Und einfach nur doofe Eltern. Ja, die gibt es natürlich auch.

Ich habe nachgerechnet - seit gut 20 Jahren besuche ich diese Elternabende als Mutter, natürlich habe ich an dem ein oder anderen auch mal nicht teilgenommen.
Ansonsten war ich auch schon mehrmals Klassen- und einmal sogar auch Schulpflegschaftsvorsitzende einer weiterführenden Schule.
Ich denke, ich kenne die verschiedenen Arten von Eltern alle, mit denen sich nicht nur die Lehrer "herumschlagen" müssen.

Ich war aber auch schon 3x Mutter eines Fünftklässler-Kindes und kenne somit auch die Ängste & Sorgen derer, die vielleicht zum ersten Mal ein Kind in der 5. Klasse haben. Die neue Schule ist ja meist mindestens doppelt so groß, wenn nicht größer, und es gibt plötzlich 4x soviele Räume und 10x mehr Schüler als an der Grundschule.
Viele neue Regeln & Eindrücke, die da nicht nur auf die Kinder einprasseln.
Das ist ein ganz schön großer neuer Lebensabschnitt, der da jetzt nicht nur für das Kind beginnt, und in mancher Mutter, vielleicht auch Vater, sitzt vielleicht auch noch der Schmerz vom Abschied der Grundschule, der ja deutlich macht, wie groß die Kinder doch plötzlich schon sind. Und doch wollen wir sie gut behütet wissen, stellen viele und manchmal vielleicht auch komische oder unmögliche Fragen, bei denen sicher etliche andere Eltern die Augen verdrehen, weil sie warum auch immer die Antwort schon kennen.
Andere Eltern dürfen das auch. Die sind mir in der Regel dann nämlich egal.

Von einer Lehrerin jedoch erwarte ich da etwas mehr Contenance.
Egal, ob bei Eltern von Fünft- oder Zehntklässlern!
Die hier wäre jedenfalls längste Zeit Lehrerin meines Kindes gewesen!

Der Beitrag ist zwar mittlerweile nicht mehr öffentlich einsehbar, aber vielleicht hat sie ihn auch nur auf "Privat" gestellt.
Bestenfalls hat sie ihn gelöscht.
Noch besser wäre, wenn er von reichlich Eltern ihrer Klasse gelesen wurde, die das dann der Schulleitung gemeldet haben.
Und nun wissen, wie die Lehrerin ihrer Kinder über sie denkt.

Ob die Veröffentlichung nur ein Versehen war oder beabsichtigt, weiß ich nicht.
Es ist aber auf jeden Fall ein Unding, daß sie so etwas überhaupt über die Eltern der ihr anvertrauten Kinder schreibt, egal wie anstrengend manche Väter und Mütter nun mal sind.
Sich im Freundeskreis über den ein oder anderen auslassen - OK, das machen wir alle.
Aber es bei FB zu posten, sollte für jemanden in dieser Position ein absolutes No Go sein!

Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen: engagiert euch in der Schule eurer Kinder! Lasst euch zu Klassenvorsitzenden wählen! Damit dürft ihr an den Schulpflegschaften nicht nur teilnehmen, sondern habt dort auch Stimmrecht! Ihr könnt den Weg eurer Kinder mitbestimmen! Und ihr seid so immer an der Quelle der Informationen! Wer nicht Vorsitzende/r werden möchte, findet in etlichen Elternarbeitskreisen sicher einen Platz! Es gibt soviel zu tun, das ihr für eure Kinder tun könnt - macht das so selbstverständlich wie am Sonntag zur Wahl zu gehen!

Und arbeitet *mit* den Lehrern und nicht gegen sie! Denn sie haben das gleiche Ziel wie wir Eltern: das Beste für unser Kind!

Ganz ganz selten gibt es Lehrer und Lehrerinnen, die nicht das Beste für unsere Kinder wollen, sondern scheinbar nur für sich. Die wollen dann Kinder, die immerzu ruhig im Unterricht sind. Die nur reden, wenn sie sich melden und drangenommen werden.
Die immer ihre Hausaufgaben machen und leserlich schreiben.
Die unkomplizierte Eltern haben, die am Besten alles abnicken und kommentarlos für richtig halten, was die Lehrer ihnen erzählen.
Die nie Fehler bei sich suchen, sondern immer nur bei ihren Schülern und deren Eltern.
Die, die dann öffentlich bei Facebook über euch schreiben.

Die haben allerdings ihren Beruf verfehlt und sollten ihn wirklich an den Nagel hängen.

Das wäre dann wirklich das Beste.
Für alle Beteiligten.

Einen "Herzklappenriss" - der, wenn schon, "HerzklappenABriss" heißt - kann man übrigens nicht durch Streß oder sich-über-Eltern-aufregen bekommen. Das ist nämlich entweder eine angeborene Fehlbildung oder aber tritt im höheren Alter durch Verkalkung auf, das nur am Rande.

Montag, 22. März 2010

Müttergespräche.

Liebe Mutter einer Mitschülerin meiner Tochter,

in unserem Telefonat eben hast Du mir viele Punkte, zumeist völlig ohne Zusammenhang mit dem von mir Gesagtem, erzählt. Jedoch interessiert es mich nicht,

- daß Du Deine Kinder "christlich" erziehst
- daß sich dahinter Baptistentum verbirgt
- daß Du derzeit Dein 6. Kind bekommst (wobei das einiges erklärt...)
- daß Du Deinen Kindern erklärst, daß wenn man "böse" Wörter wie Schei*sse oder A*rschloch sagt, dafür in die Hölle kommt (!)
- daß Du felsenfest davon überzeugt bist, daß Deine Kinder dies genau aus der Angst vor der "Hölle" nicht sagen
- daß Du Dich während meiner im ruhigen Ton (ja, es fiel mir sehr schwer!) vorgetragenen Punkte dermaßen aufregst
- daß Du der Meinung bist, ich würde maßlos übertreiben
- daß Du meinst, solche "Streitereien" sollen die Kinder unter sich ausmachen
- daß Du behauptest, meine Tochter würde es mir nicht erzählen, wenn sich Deine Tochter bei ihr entschuldigen würde (Hö?)
- daß Du behauptest, meine Tochter würde sich nicht bei Deiner entschuldigen, wenn sie zugeben würde, daß sie gelogen hat (Hö?²)
- daß Du meinst, Deine Tochter brauche sich ja auch gar nicht entschuldigen, weil meine Tochter ja eh lügt
- daß Du meinst, daß andere Kinder die Taten Deiner Tochter bestätigen, sei ebenfalls gelogen
- daß Du meinst, ein von mir empfohlenes Lehrer-Eltern-Gespräch würde nichts bringen
- daß Dir nach ca. 10 Minuten Gespräch "einfällt", daß Deine Tochter ja auch schon schrecklich weinend nach Hause gekommen sei, weil meine Tochter sie ja soooo geärgert hat

Das alles interessiert mich nicht, hörst Du?! Ich will einfach nur, daß Deine Tochter genug zu essen mitbekommt, damit die anderen Kinder ihr nicht immer was abgeben müssen, und daß sie meine Tochter nicht weiter mit wirklich bösen Schimpfwörtern tituliert, sonst zeige ich Dir mal, was eine Hölle ist, klar?!

(Jetzt wieder da: Rubrik geDUMMBRATZT
Nachtrag: wie in den Kommentaren erwähnt, hatte ich am nächsten Morgen eine Mail an die Schulleitung geschrieben. Noch am gleichen Vormittag hat die Klassenlehrerin mit den beiden Mädchen ein Gespräch geführt, in dem die Mitschülerin die Höllenwörter und anderes zugab und sich dafür entsdchuldigt hat.

Dienstag, 15. August 2006

Pfandflaschenautomaten.

Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, wieviel Zeit manche Leute haben.
Am besten sieht man das an den Pfandflaschenautomaten (hier: der im örtlichen ALDI).
Die zeigen ja bekanntlich mit einem grünen Signal an, wann man die nächste Flasche einlegen kann.
Dummbratzen legen also eine Flasche ein, warten auf das grüne Signal und greifen erst dann in den Einkaufswagen/ Müllsack/ die Klappkiste oder welches Behältnis auch immer, in dem sie ihr Pfandgut transportieren, um die nächste Flasche hinauszuholen und in den Automaten zu schieben, statt während des Annahmevorgangs der ersten Flasche die zweite bereits vor dem Rückgabe-Loch bereitzuhalten.
Und so machen das meist genau diejenigen, die nicht nur zwei, drei Flaschen zurückgeben wollen, sondern eine Großfamilienration von Haushalten mit mindestens 3 Generationen, von denen sich scheinbar jeder an die empfohlene Trinkmenge von 2-3 Litern pro Tag zu halten scheint. Das wird dann alles brav gesammelt, bis man die vom unter der Woche vom Vater genutzte Familienkutsche am Samstag für den Großeinkauf nutzen kann, um die 75 Flaschen zu transportieren.
Und selbstredend sind da natürlich auch immer Flaschen dabei, die nicht für die Rückgabe in ebendiesen Automaten gedacht ist. Da kann der Automat dann in noch so leuchtendem Rot anzeigen, daß diese Flasche nicht angenommen werden kann - man kann sich darauf verlassen, daß Dummbratzen noch mindestens zweimal versuchen, den Automaten doch noch zur Annahme zu überzeugen.
Der Leergut-Bon wird auch nicht sofort nach der letzten Flasche angefordert - nein, man muß dann ja erst noch seine Müllbeutel falten, Körbe zurechtrücken, nicht angenommene Flaschen verstauen, Autoschlüssel suchen.
Und den Spruch bringen:"Der Automat ist aber ganz schön langsam heute."

Argh.

Du

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