Blockwärterinnen.

Wenn ich mit vollem Bewußtsein verbotswidrig für exakt 2 Minuten auf einem der insgesamt vier vorhandenen Behinderten-Parkplätze vorm Discounter parke, auf denen in der Regel nie mehr als ein Auto steht, und mich dann beim Wiederkommen eine zumindest äußerlich normal aussehende Frau Mitte 50 anpampt, daß es verboten sei, als Nichtbehinderter da zu parken und sie das nächste Mal die Polizei rufen würde, wenn sie mich bzw. mein Auto da nochmal stehen sieht - darf ich dann eigentlich freundlich fragen, ob sie vielleicht einfach nur mal wieder von ihrem oder irgendeinem Mann durchgenudelt werden müsse, damit sie ihre vermutlich wechseljahrebedingte Laune nicht an solchen Kleinigkeiten auslässt?
gast - 2011-03-02 12:05

Ja eigentlich solltest Du das sagen. Ist zwar unter der Gürtellinie aber solches Gesocks hats nicht anders verdient.
Ich habe da auch mal was erlebt.
Parke exakt auf einem Parkplatz ein.Während ich im Auto sitze parkt rechts neben mir ein anderes Auto extrem dicht neben meinem ein obwohl dazu kein Grund vorliegt, denn als ich einparkte waren alle 7 anderen Plätze von 8 leer! Wie gesagt ich stehe exakt auch meinem Platz. Ich steige aus da plärrt mich aus dem anderen Auto eine Alte Dame an "Woaruam stehast hiar so eng an meinem Auto? Koanst net einparken du Oarschloch? Woas stehst mit deina Drum (Auto) hiar so nah an meinem?

Leute gibts..... Ich habe dann nur gesagt "Halts Maul und park woanders" ... darauf hin hat sich ihr debiler Mann der sich umständlich aus dem Auto quetschte auch noch eingemischt worauf ich einfach gegangen bin

Budenzauberin - 2011-03-02 13:29

Hmmm. Es liegt mir persönlich fern, solche Menschen als "Gesocks" zu bezeichnen, ebenso ist Gossensprache wie "Halt's Maul" nicht meine Art. Unterm Strich mag meine Antwort - die ich ja so nicht gesagt habe, aber gern hätte genauso unter der Gürtellinie sein wie Ihre. Wobei ich von mir selber die Meinung habe, daß ich im Alltag oft genug die Contenance wahre. Aber in so seltenen Momenten wie oben beschrieben würde ich sie dann doch ganz gern auch mal verlieren.
Die von Ihnen beschriebene Situation ist natürlich auch fein grotesk.
gast - 2011-03-02 13:58

Ich bin auch keiner, der die Fäkalsprache zu seinem Liebling erkoren hat.Aber ich habe auch meine Grenzen.
Benutzer - 2011-03-03 09:55

Zwei "Fälle":

Nummer eins - ich war in Eile und bin noch bevort die Ampel auf grün sprang über den Fußgängerweg zur anderen Straßenseite gelaufen - die Autos standen bereits. Blafft mich so ein alter Sack an, wo ich denn meinen Blindenstock gelassen hätte. Habe ich ihm entgegenet: "Der liegt da, wo Ihre grüne Mütze liegt". Die umstehenden Lacher waren auf meiner Seite.

Nummer zwei - es gibt auf dem Weg zur Arbeit eine kleine Abkürzung, die ich mit dem Rad gerne nutze, obwohl es nicht erlaubt ist. Es ist ein etwa 6 Meter breiter Fußweg und dort ist meist kein Mensch unterwegs. Ich nutze diese gerne, denn auf der alternativen Strecke hat mich mal morgens ein Auto angefahren, seit dieser Zeit meide ich diese. Eines Morgens - ein älterer Herr kommt mir entgegen, fuchtelt mit seinem Gehstock in der Luft herum herum und ich halte an. Motzt der Typ mich an: "Das ist verboten". Ich sage: "Was ist verboten?" Er: (mit zitternder leicht erboster Stimme: "Hier Fahrrad zu fahren" Ich frage: "Und nun?". Er: "Beim nächsten Mal hole ich die Polizei". Ich: "Meine Güte was müssen Sie in ihrem Leben Schlimmes angestellt haben, dass der Herrgott sie morgens bereits mit einer solchen Laune straft" Danach bin ich wieder auf mein Rad gestiegen und habe ihm einen schönen Tag gewünscht und bin gefahren. Wie lange er noch dort fuchtelnd mit seinem Gehstock stand weiß ich nicht...
lottezwo - 2011-03-02 12:40

Ich fürchte, Sex ist da weder die Lösung noch das Problem.

Meist hilft die diametrale Reaktion. Sagen, dass sie absolut recht habe. Das nimmt meist buchstäblich den Wind aus den Segeln.

Oder sagen, dass dafür nicht die Polizei, sondern das Ordnungsamt zuständig ist.

Oder eben einfach taub oder doofstellen. Das wiederum würde ja zum Parken dort legitimieren...

Yooee - 2011-03-02 12:50

Das diametrale ist schon nicht schlecht. Klugscheißen mit dem Ordnungsamt gefällt mir sehr gut, und herumfuchteln, als wäre man taub, also tatsächlich behindert, wäre geradezu brilliant.

Geblöke ist ja in Deutschland ein beliebtes Hobby vieler Zeitgenossen, das ist halt mal so, und manchmal ärgert man sich trotzdem noch darüber.

Bei vier unbesetzten Behindertenparkplätzen ist es vielleicht an der Grenze, aber meine eigene Leitlinie ist es schon, diese möglichst immer zu respektieren. Mal abgesehen von dem vor der Post in Bad Godesberg, wenn ich wirklich nur einen Brief einwerfen muss und sogar den Motor anlasse (was ich sonst auch selten tu). Lieber park ich am anderen Ende des Parkplatzes und freu mich über meine zwei gesunden Beine.

(Oh Gott, was ist denn heute los, anscheinend war heute morgen Faselwasser im Kaffee...)
Budenzauberin - 2011-03-02 13:53

@Lotte2: Ich mag ja solche Antworten wie die Ihren. Aber kennen Sie das auch, daß die einem in genau solchen Momenten wegbleiben?

@Yooee: Wie oben schon erwähnt, respektiere ich diese und andere solcher (Verkehrs)Regeln grundsätzlich und lasse auch an fast jeder Kreuzung die von rechts kommenden Fahrzeuge, die eigentlich warten müssten, bis Platz ist, vor. Ich parke auch nicht auf den Frauenparkplätzen im Parkhaus oder den Mutter-Kind-Plätzen vorm Supermarkt. Und auf den Behindertenparkplätzen wirklich nur im äußersten "Notfall", es waren nämlich tatsächlich alle anderen Plätze belegt und zudem sind ausgerechnet diese Parkplätze in der hintersten Ecke, ich habe dadurch also auch gar nichts an Laufweg gewonnen. Und ich wußte - sofern es an der Kasse zügig geht -, daß ich da nur für maximal 4 Minuten stehen würde. Für den Fall, daß da also just in dem Moment noch 4 weitere und tatsächlich Behinderte geparkt hätten, hätte ein weiterer also nur ganz kurz warten müssen. Was er ja auch hätte tun müssen, wenn alle Plätze von tatsächlich Behinderten belegt gewesen wären. Laberrhabarber.

(Bei uns heißt das "Sabbelwasser".)
lottezwo - 2011-03-02 18:56

@frau b.: Nee, mir bleiben nienicht Antworten weg. *flöt* Und ich hab auch nie so merkwürdige Launen, dass ich jemanden, der mich angreift, fies von der Seite anpfeife. Kenn ich gar nicht. *g*
Im Prinzip sind Sie ja einer Meinung mit der Frau, das ist ja das Schlimme. Ich glaube nicht, dass Sie aus Böswilligkeit dort geparkt hätten. So nach dem Motto: Der ganze Parkplatz ist frei, ich stell mich auf den Behindertenparkplatz. Ich glaube sogar, wäre als einziger Parkplatz nur ein Behinternparkplatz frei gewesen, dann hätten Sie den nicht genommen, sondern gewartet bis ein anderer frei wird.

Es hat halt noch niemand das Auto erfunden, aus dem man die Luft rauslassen und das man dann unter den Arm klemmen kann.
blackconti - 2011-03-02 17:06

"darf ich dann eigentlich freundlich fragen, ob....usw?" - Aber klar doch, Sie dürfen! Beinhaltet diese Frage doch einen guten Rat und der wird auch noch "freundlich" angeboten.:-)

Budenzauberin - 2011-03-03 14:26

;-)
Kingsizefairy - 2011-03-03 11:51

Ich glaube, dieses Blockwartsyndrom ist eine typisch deutsche Eigenschaft, genau wie das strikte Einhalten von Regeln und Vorschriften.
Ich erwisch mich da stellenweise auch immer bei - von verschiedenen Seiten.
Zum einen, wenn ich so einem Blockwart-Regeleinhalter begegne, reagiere ich mittlerweile sehr schottisch (Kurzantwort: tough! - oder einmal von oben bis unten mustern und dann weitergehen).
Andererseits werde ich auch ziemlich gallig, wenn eben Behindertenparkplätze zugeparkt oder Mutter und Kind Plätze blockiert. Wenn genügend da sind, regts mich nicht groß auf, aber wenn von vieren drei belegt sind und der vierte wird von einem eindeutig nicht der Zielgruppe zugehörigen Menschen beparkt, steigt mir schon der Blutdruck.
Was zu sagen hier ist witzlos, die meisten, die das machen, gehören zu der Sorte Leute, mit denen man grundsätzlich nichts zu tun haben mag und ich möchte nicht gestreckt eins drauf kriegen, offen gestanden.
Aber ärgern tuts mich doch.

Der herbste Fall, wo mir die Kinnlade offen stand:
Bushaltestreifen vor einem Supermarkt. Stark befahrene Straße. Straßenseite großzügig mit absolutem Halteverbot ausgestattet (bis auf besagten Busstreifen), da vor einer Kreuzung.
Hält so ein Manta-Manni, er steigt aus und auch Frau und zwei Kinder. Die schließen den Wagen ab und gehen einkaufen! Die standen auf der Bushalte!!! Zur Hauptverkehrszeit und der Parkplatz ist 5 m weit auf der gleichen Straßenseite! Da komm ich immer noch nicht drüber.

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