Lydia sieht ein bißchen aus wie
Kenny.
Und sie ist ein bißchen doof.
Weil sie einem dermaßen zwischen und vor den Füßen herumläuft und es auch nicht läßt, obwohl man ihr schon mehrmals empfindlich auf die Pfoten und den Schwanz getreten hat.
Aber im Großen und Ganzen ist sie lieb.
Sie ist seit ca. 5 Wochen in unserem Besitz. Meine Schwester und ihr Freund (ja, jetzt seid ihr auch mal im Blog!), wohnhaft in Bayern, haben mitbekommen, wie man sie ausgesetzt hat und sie gerettet, gesundgepflegt und aufgepäppelt. Da sie wußten, daß
ich nicht Nein sagen kann wir uns im Frühjahr eh wieder eine Katze holen wollten, hatten sie die glorreiche Idee, uns schon vorher eine zu schenken.
Namensgebung inklusive.
Anfangs wollten wir sie umtaufen, heißt sie doch so wie meine erst kürzlich verstorbene Oma (wußte der Freund meiner Schwester aber nicht, als er sich diesen ungemein katzentypischen Namen einfallen ließ), aber scheinbar gibt "South Park" keine besseren Namen mehr her, also heißt sie weiterhin so.
Mittlerweile geht sie tagsüber auch schon für ein Weilchen draußen spazieren und miaut, wenn sie wieder da ist und rein will.
Sie frißt
uns die Haare vom Kopf aufgeteilt in drei Mahlzeiten eine Dose am Tag. Es sagen zwar alle, das sei zuviel, aber die müssen dann ja auch meist nicht ertragen, wie sie einem so lange zwischen den Füßen rumscharwenzelt, bis sie was bekommt. Sie tritt dann stets mit einer ihrer Hinterpfoten auf meinem Fuß, das muß in Katzensprache soviel wie "HUNGER!" heißen.
Wenn man ihr versehentlich den Weg zum Katzenklo versperrt, pinkelt sie gern auf das Bett der Kleinsten, vielleicht aber auch nur, weil sie es da so gemütlich findet und zu faul ist, aufzustehen.
Auf einer Nerv-Skala von 1-10 erreicht Lydia somit eine glatte 9.
Zweiter Lieblingsplatz ist der
Bauchansatz vorgestülpte Bauchnabel von Herrn B..
Lieblingsspielzeug sind die zum Glück preiswertesten Mäuseimitate
für 39 Cent, die sie gern hochwirbelt und sich beim Auffangen überschlägt.
Noch preiswerter sind Eicheln, die sie stundenlang durch die Wohnung rollt. Manchmal auch nur minutenlang, weil sie danach in der Roste der Heizungsanlage verschwinden.
Wenn wir hier mal ausziehen und ich da kurz vorher mal ein bißchen Wasser reingieße, hat der nächste Mieter in kurzer Zeit einen gutgewachsenen deutschen Eichenwald in seinem Wohnzimmer.
Fliegen und Spinnen hat sie auch schon erfolgreich erledigt, allein das ist ein Grund, der sie zum Bleiben berechtigt.
Falls noch oder schon eine Sterilisation möglich sein sollte, wird die demnächst durchgeführt.